TGN Ebike Touren 2022 - Tour 20 am 06.09.2022

Die Wetter-Apps und ihre Prognosegenauigkeit sind bei dieser Tour aus ihrer Bedeutungslosigkeit der letzten Monate herausgetreten. Bis 2 Stunden vor Beginn der verheißten sie noch trockenes Wetter bei angenehmen Temperaturen. Pünktlich zum Zeitpunkt des Treffens setzte leichter Regen ein und alle schauten auf ihre favorisierte App: "Fahren oder nicht fahren" das war hier die Frage. Während es beim einen auf jeden Fall besser werden sollte war die Prognose beim nächsten nicht so toll. Ganz basisdemokratisch wurde abgestimmt und eine knappe Mehrheit war dafür zu fahren. Mit einer Ausnahme sind dann aber auch alle Gegenstimmen mitgefahren.

Beim Anstieg zum Erbsenacker gab es dann leider den 2. Ausfall, allerdings nicht wegen Wasserscheue, sondern aufgrund eines technischen Defekts.
Das Wetter veränderte sich auf der Fahrt zum Gipfel des Kellerskopfs nicht wesentlich. Im Wald waren wir aber gut geschützt. Der leichte Regen drang nicht bis zum Boden durch. Die lange Abfahrt ins Rambachtal konnten deshalb alle auch richtig genießen.

Im Tal angekommen wurde die Route nördlich des Bachs gewählt. Ein schöner Trail der durch eine wilde Landschaft führt. Ein gigantisches Farnfeld erinnerte stark an Jurassic Park. Der Regen wurde leider etwas stärker und am Ende des Tals wurde wieder die Frage gestellt, ob die Abkürzung nach Naurod, die sich an dieser Stelle geradezu aufdrängte, nicht genommen werden sollte. Da die Temperaturen aber immer noch sehr angenehm waren, störte sich niemand an der leichten Erfrischung von oben. Fast alle wollten weiter fahren. Aber gut dass wir gemeinsam entschieden hatten.

Bei der Querung des Schimbachtals drehte der Himmel dann seine Schleusen vollständig auf. Selbst der Wald schützte nicht mehr vor den Wassermassen, die auf uns einprasselten. Möglicherweise wäre eine Abstimmung um eine Abkürzung nun anders ausgefallen. Die Frage wurde aber nicht mehr gestellt, denn wir waren an der Goldsteinquelle am entferntesten Punkt der Tour angekommen. Die kilometerlange Abfahrt durchs Goldsteintal, eigentlich als Höhepunkt der Tour geplant, war aber dann doch nicht vergnügungssteuerpflichtig. "Mein Hintern ist ganz rumpelig" oder "Ich weiß gar nicht wo bei mir überall Wasser raus kommt" waren die Kommentare die zeigten, dass wir uns weder von einem sehr rustikalen Waldweg noch vom Wettergott den Humor nehmen lassen.

Auch ohne weitere Abstimmungen wurden dann der direkte Weg nach Nauerd gesucht und gefunden. Der klassische Weg am Taunusstollen vorbei wurde über die Südflanke des Kellerskopfs der Erbsenacker angesteuert, von wo aus jeder Rudelbikende erst einmal heimische Gefilde ansteuerte, um sich in ein Einkehrschwung gemäßes Outfit zu schwingen.

Im Weißen Ross waren dann auch fast alle wieder dabei. Niemand hat es ernshaft bereut, dass wir diese Tour auch unter widrigen Bedingungen gefahren sind. Trotzdem hat niemand etwas dagegen, wenn es beim nächsten Mal wieder trockener wird.

Übrigens: Über zu staubige Pisten hat sich zum ersten Mal seit Wochen niemand mehr beklagt.


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