TGN Ebike Touren 2022 - Tour 19 am 30.08.2022

Eigentlich wie immer starteten die Rudelbikenden bei herrlichsten Sommerwetter zur Feierabendtour. Doch heute sollte einiges anders kommen als geplant.

Zunächst ging es an der neuen Grundschule vorbei hinunter ins Aubachtal. Doch statt dem üblichen Betonweg ging es dieses Mal über einen kleinen Trail quer durch den Wald, am Auringer Weiher vorbei bis zur L3028. Es gibt leider nicht viele Alternativen um auf die andere Seite der A3 und damit auf den westlich gelegen wunderschönen Waldweg zu gelangen der uns in einer ersten längeren Abfahrt bis auf die Höhe von Medenbach führte.

Auf diesem Stück war wieder Teamarbeit gefordert, weil ein Baum quer über dem Weg lag. Für die inzwischen, mit dieser Übung gut eigespielte Truppe war das aber kein wirkliches Hinderniss. 2 Leute schieben die Räder heran, 2 heben sie drüber und 2 schieben sie dahinter ein Stück weg. Und Ruck Zuck ging es weiter.

Es folgte wirklich krasser Anstieg mit bis zu 14% Steigung. Da alle Akkus gut geladen und das Stück nicht zu lang war, konnte dann alle das erste herrliche Panorama bis weit in die Rheinebene genießen. Einen so klaren Blick wie an diesem Abend hat man selten.

Die anschließende Abfahrt ins Klingenbachtal erforderte aufgrund des unebenen Untergrunds und ihres Gefälles von bis zu 13%, höchste Konzentration. Zur Belohnung gab es dann bei der Querung des Tals eine kostenlose "Streichelmassage". Ein überraschend großer Schilfbestand hatte den Weg über den Klingenbach fast zugewuchert, so dass wir mitten durch die Blütenwedel fahren mussten.

Vorbei an Ritter- und Orje-Weiher ging es dann in den, mit 4km, längsten Anstieg der Tour, der uns zum Sonnenhof führen sollte, der schon zu Langenhain gehört. Doch auf halber Strecke gab es den allersten "Platten" der Saison. Ein Pflanzendorn hatte dafür gesorgt, dass einem Hinterrad die Luft ausging. Um nicht zuviel Zeit zu verlieren, war wieder Teamarbeit angesagt. Hinterrad ausbauen, Mantel runter, neuen Schlauch einziehen, Mantel drüber, aufpumpen und Hinterrad wieder einbauen. Weil alles dabei war, was man für so einen Fall benötigt (Einen passenden Schlauch, eine Luftpumpe und einen Uli) , war das in unter 15 Minuten erledigt.

Trotzdem war dann die Frage, ob wir die 15 Minuten einfach "hinten dran" hängen, oder ob wir die Tour abkürzen, um im Zeitplan zu bleiben. Da zu erwarten war, dass es nach 20:00 Uhr doch schon ziemlich dämmrig werden würde, entschieden wir uns für die Abkürzung.

Mit einem modernen Navi, sollte eine solche Umplanung ja kein Thema sein. Es gibt aber Dinge, die kann auch das beste Navi nicht wissen. So kam es gleich an 3 Stellen der Ersatzroute zu kleineren Überraschungen. Auf der Abfahrt ins Hollerbachtal lagen gleich ein paar Fichte so unglücklich quer über dem Weg, dass sie weder umfahren noch überstiegen werden konnten. An anderer Stelle war der Weg meterhoch mit Gras zugewachsen und unpassierbar.  Die Entscheidung dann einfach durch Wildsachsen zu fahren war zwar richtig, führte uns aber an einen Weg, der wohl erst vor kurzem durch eine Treppe ersetzt wurde. Dann noch einmal durch die Wildnis von Wildsachsen und wir waren zurück auf der "normalen" Route.

Zum unaufgeregten Abschluss ging es dann die sanften Steigung des Seyenbachtals hinauf, bis der letzte Anstieg uns zurück zur L3028 brachte über die wir wieder auf die richtige Seite der A3 und über Auringen dann auch zum verdienten Einkehrschwung in Weisse Ross kamen.

Hier die Route, wie sie ursprünglich geplant war:

Und hier die Route die wir dann tatsächlich gefahren sind:


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