Warm war es den 11 Rudelbikenden vor allem auf Parkplatz vor der KKH wo man sich bei Temperaturen von immer noch über 30 Grad traf. Aber nur bis zum Start. Sobald die Fahrt begann kühlte der Fahrtwind schon merklich und als es dann in den Wald ging, wurde es schon zum Genussradeln. 6 Etappen mit insgesamt 560 Höhenmetern waren heute zu bewältigen.
- Der Auftakt: Über den Alten Kellerskopfweg (Wiesbaden-Naurod)
Der Startschuss fällt am Rande von Naurod. Zunächst schraubt man sich auf gut ausgebauten und ideal zu fahrenden Radwegen (wie dem Chaissenweg und der Kellershohl Richtung Jagdschloss Platte) bergan. Ein sanfter Einstieg für die Beine, bevor das Gelände anspruchsvoller wird.
- Das Theißtal & Niedernhausen: Mücken, Mythen und Steine
Nach der ersten Kuppe geht es hinab ins malerische Theißtal. Hier reihen sich die Rast- und Erholungsmöglichkeiten aneinander:
- Rastplatz am Bachtal & Fluss-Idylle: Ein flacher Bachlauf, ideal zum Füße-Abkühlen für Mensch und Rad – vorausgesetzt, man hat Zeit und nicht 4 Etappen vor sich
- Picknick-Areal & Theistalbrücke: Die imposante Autobahnbrücke ragt über das Tal. Direkt daneben lässt es sich an Tischen und Bänken gut verschnaufen.
- Seen & Geschichte: Vorbei an der Friedenskreuz-Bank und alten Bombenkratern tastet man sich zum Seerosenteich und zum Waldsee Wallose vor.
- Die Panorama-Etappe: Feldberg im Blick
Wer Niedernhausen umrundet, schuftet nicht umsonst: Der Abschnitt entlang der Hänge bietet fantastische Weitblicke. Man blickt auf den Vortaunus, den Taunuskamm und immer wieder auf den Großen Feldberg. Wer mag, wirft einen Blick auf den alten stillgelegten Steinbruch Königshofen.
- Entlang der A3 & der Aufstieg nach Engenhahn
Nach einem recht flachen, zügigen Forstweg-Abschnitt parallel zur A3 (wo der Verkehr rauscht, das Tempo aber stimmt) geht es wieder richtig bergauf. Die Route führt südlich an Engenhahn vorbei über Streuobstwiesen, auf denen gelegentlich Wildschweine den Boden auf der Suche nach Leckereien umgegraben haben. Belohnt wird die Schinderei am R6-Rastplatz / Wildpark Taunus auf über 530 m Höhe mit Tischen unter schattigen Bäumen und einer erneuten Top-Aussicht auf den Feldberg.
- Über die Höhen & die Achteckhütte
Nach den Höchstlagen (der Weg streift Regionen um die 590 m Höhe) wartet eine mathematische Besonderheit: Die Schutzhütte am Kohlenmeilerweg, besser bekannt als „Achteckhütte“. Wer nachzählt, stellt fest: Das Gebäude hat streng genommen nur 4 Ecken – der Name rührt von den 8 Wegen her, die hier aufeinandertreffen.
- Der Endspurt: Erbsenacker & Rückkehr nach Naurod
Vorbei an leeren Ruhebänken geht es schließlich bergab gen Erbsenacker. Bei feuchtem Wetter verwandelt sich dieser Weg gerne in eine gepflegte Matsch-Parade. Das Problem sollten wir heute nicht haben Ein letzter sehnsüchtiger Blick zum Feldberg rüber – dann rollt man entspannt zurück zum Emmel nach Naurod.


