Bezeichnung der Taekwondo-Techniken

Hier die Bezeichnung der ersten Taekwondo-Techniken. Es gibt noch viel mehr, doch dies sind die ersten, die man lernt.

Stellungen:
Ap-gubiGroße Vorwärtsbeugestellung (vorderes Knie gebeugt, hinteres Bein durchgestreckt, Schulterbreit, lang)
Ap-sogiKurze Stellung (Schrittstellung, beide Beine grade, Füße zeigen nach vorne, Schulterbreit, kurz)
Bom-sogiTigerstellung (man steht auf dem hintern Bein, beim vorderen Bein steht man auf dem Fußballen)
Charyot-sogiGeschlossene Stellung
Dwit-gubiRückwärtsbeugestellung (man steht zum größten Teil auf dem hinteren Bein, der vordere Fuß zeigt nach vorne, der hintere im rechten Winkel nach außen, die Fersen befinden sich auf einer Linie, das hintere Bein ist stark, das vordere leicht gebeugt, Ferse, Knie, Hüfte und Schulter des hinteren Beins bilden eine Gerade)
Hakdari-sogiKranichstellung (auf einem Bein, anderes angezogen)
Junbi-sogi / Naranhi-sogiVorbereitungsstellung (Füße zeigen nach vorne, Schulterbreit)
Jushum-sogiBreite Stellung (Reiterstellung, doppelte Schulterbreite, Füße genau nach vorne, Knie gebeugt)
Koa-sogiÜberkreuzstellung (die Füße werden hintereinander überkreuzt)

Tritte
An-naeryo-chagiTritt mit der Ferse von außen nach innen
Ap-chagiSchnapptritt nach vorne
Ap-cha-olligiVorwärtstritt mit dem geraden Bein
Bakkat-naeryo-chagiTritt mit der Ferse von innen nach außen
Dolyo-chagiDrehfußschlag von der Seite
Dwit-chagiTritt mit der Ferse (nach hinten)
Huryo-chagiWaagrechter Tritt mit der Ferse
Momdolyo-huryo-chagiFersendrehschlag (gedrehter Huryo-chagi)
Paldung-chagiTritt mit dem Spann
Pyturo-chagiTritt mit dem Fußballen von innen nach außen
Yop-chagiSeitwärtstritt

Schläge
Dubon-jirugiDoppelfauststoß
Du-jumok-jeshyo-jirugiBeidseitiger umgedrehter Fausstoß
Dung-jumok-ape-chigiFaustrückenschlag nach vorne
Dung-jumok-bakkat-chigiFaustrückenschlag nach außen
Han-sonnal-mok-chigiHandkantenschlag zum Hals von außen
Mejumok-naeryo-chigiHammerschlag
Momtong-jirugiFauststoß zur Mitte
Olgul-jirugiFaustoß zum Kopf
Palkup-dolyo-chigiEllbogenschlag von außen
Palkup-pyojok-chigiEllbogenzielschlag
Sonkut-jirugiFingerspitzenstich
Sonnal-bakkat-chigiAußenhandkantenschlag von innen
Sonnal-dung-chigiInnenhandkantenschlag

Blöcke
An-palmok-makkiUnterarmblock zur Mitte von innen nach außen
Arae-hechyo-makkiBeidseitiger Unterarmblock nach unten
Arae-makkiUnterarmblock nach unten
Bakkat-palmok-godoro-makkiUnterarmblock mit Unterstützung
Bakkat-palmok-yop-makkiUnterarmblock mit der Außenseite nach außen
Batangson-momtong-makkiHandballenblock zur Seite
Gawi-makkiScherenblock
Han-Sonnal-makkiHandkantenblock
Jebipum-han-sonnal-makkiEingedrehter Handkantenblock
Momtong-hechyo-makkiBeidseitiger Unterarmblock zur Mitte
Momtong-makkiUnterarmblock zur Mitte von außen nach innen
Nullo-makkiHandballenblock nach unten
Olgul-makkiUntearmblock nach oben
Otgoro-arae-makkiUnterleibskreuzblock
Sonnal-makkiHandkantenblock mit Untersützung

Taekwondo und Ausdauertraining

Die Ausdauer kann man am besten durch ein gutes Lauftraining verbessern. Doch viele Kampfsportler gehen kaum oder gar nicht laufen. Sie trainieren lieber die Technik, statt sich um ihre körperliche Fitness zu kümmern. Das ist ein Fehler.
Im Taekwondo benötigt man sowohl die Kurzzeitausdauer (anaerobe Ausdauer) für die kraftvollen und dynamischen Bewegungen, als auch die Langzeitausdauer (aerobe Ausdauer), da das Training z.B. eine Stunde dauert oder die Prüfung noch länger.
Was ist eigentlich Ausdauer? Ausdauer beschreibt zwei Fähigkeiten, nämlich:

1. „Ausdauer ist die Fähigkeit einer Ermüdung bei lang dauernder Belastung standzuhalten.“

Oder einfach gesagt, je besser meine Ausdauer ist, desto länger kann ich unter einer bestimmten Belastung Sport treiben.

2. „Ausdauer ist die Fähigkeit sich nach intensiven Belastungsphasen schnell zu erholen.“

Oder einfach gesagt, je besser meine Ausdauer ist, desto kürzer ist die Zeit, die ich zwischen den Übungen brauche, um mich wieder zu erholen.

Ausdauer wird grob unterschieden in aerobe und anaerobe Ausdauer.Bei der aeroben Ausdauer laufen die Energie liefernden Stoffwechselprozesse mit Sauerstoff ab, bei der anaeroben ohne. Die anaerobe Ausdauer gliedert sich noch mal in die alaktazide Phase und die laktazide Phase. Bei der alaktaziden Phase zerfällt das in den Mitochondrien vorhandene ATP. Der Körper muss nun dafür sorgen, dass neues ATP hergestellt wird. Die Energie des Kreatinphosphats in der Muskelzelle sorgt dafür, dass neues ATP entstehen kann. Für diesen Vorgang ist kein Sauerstoff erforderlich und es entsteht auch kein Laktat. Er ist aber auch nach ca. 32 Sekunden erschöpft.Noch bevor die energiereichen Phosphate in den Muskelzellen aufgebraucht sind, beginnt die anaerob laktazide Phase. Sie startet nach ca. 10 Sekunden, wenn nicht genug Sauerstoff zur Verfügung steht. Die Energie entsteht durch den Abbau von Glucose. Die Energie-Ausbeute ist aber gering, da nicht das ganze Zuckermolekül zerlegt werden kann. Es entsteht das „Abfallprodukt“ Milchsäure, das Laktat.Steht aber genug Sauerstoff zur Verfügung (aerob) kann die Glucose vollständig abgebaut werden. Die Energieausbeute ist dabei deutlich größer. Weiterhin kann man die Ausdauer, je nach Dauer der Belastung noch weiter unterteilen, in Schnelligkeits-, Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer. Es entsteht dann folgende Tabelle:
AusdauerartDauerEnergiebereitstellung
Schnelligkeitsausdauer7 – 35 secanaerob alaktazid und laktazid
Kurzzeitausdauer35 sec – 2 minanaerob laktazid
Mittelzeitausdauer2  - 10 minca. 50% anaerob und 50% aerob
Langzeitausdauer10 min – mehrere Stundenaerob

Durch Lauftraining kann man beide Arten von Ausdauer trainieren, es kommt darauf an, mit welcher Herzfrequenz (Puls) man läuft. Es ergibt sich dann folgende Tabelle:
Herzfrequenzzone% der max. HerzfrequenzDauer der Trainingseinheit
Gesundheitszone50% - 60%> 60 Minuten
Fettverbrennungszone60% - 70%> 30 Minuten
Aerobe Zone70% - 80%8 – 30 Minuten
Anaerobe Zone80% - 90%5 – 8 Minuten
Warnzone90% - 100%1 – 5 Minuten










Möchte ich also Langzeitausdauer trainieren, laufe ich mit 70 - 80% der maximalen Herzfrequenz, bei Kurzzeitausdauer mit 80 - 90% der max. HF. Will ich abnehmen (um z.B. ein Kampfgewicht zu erreichen) laufe ich mit 60 - 70% der max. HF (die Fettverbrennung beginnt erst nach ca. 30 Minuten!).
Die maximale Herzfrequenz berechnet sich nach der Formel: 220 minus Lebensalter.

Als Taekwondo-Sportler empfehle ich 1 - 2 mal die Woche in der aeroben Zone laufen zu gehen. Die anaerobe Zone wird meist schon im Training selbst erreicht. Doch Langzeitausdauer wird eigentlich kaum trainiert. Deshalb meine Empfehlung: Zweimal die Woche zwischen 45 und 60 Minuten laufen gehen. Der Erfolg stellt sich schnell ein und es ist gesund. Als Laufeinsteiger sollte man am Anfang eher etwas langsamer und kürzer Laufen, um die Gelenke anfangs nicht zu stark zu belasten.

Taekwondo und Krafttraining

Sollte man im Taekwondo intensives Krafttraining betreiben? Also die Muskeln zusätzlich zum Training noch aufbauen? Dazu gibt es zwei Meinungen. Die einen sagen, zusätzliche Muskeln machen langsamer, da man mehr Gewicht mit sich trägt, deshalb sollte man auf keinen Fall zusätzliche Muskeln aufbauen. Die anderen sagen, dass Muskeln unentbehrlich für dynamische und kraftvolle Techniken sind. Was sollte man also tun? Nur trainieren und keine Krafttraining machen, oder neben dem Tarining zusätzlich Muskeln aufbauen?
Zunächst mal: Taekwondo ist ein wunderbarer Sport. Denn im Gegensatz zu anderen Sportarten werden wirklich alle Muskeln im Körper beansprucht. Bei den Tritttechniken die Beinmusulatur, vorrangig die Wade und der vordere und hintere Oberschenkel. Bei den Schlagtechniken die Armmuskulatur, hier vor allem die Schulter und der Trizeps. Beim Kämpfen benötigt man eher dynamische Muskulatur, beim Formenlaufen eher statische Muskulatur. Da alles aus "einer stabilen Mitte heraus" erfolgen muss, ist zudem eine gute Bauch- und Rückenmuskulatur nötig.
Man sieht also, es werden fast alle Muskeln des Körpers beansprucht, man könnte noch mehr aufzählen.
Wenn man traininert werden diese Muskeln also automatisch trainiert. Ist es also noch nötig, die Muskeln zusätzlich durch Krafttraining "aufzupumpen"? Ich sage JA! Denn ohne Muskeln kann man weder die schnellen, dynamischen Übungen richtig ausführen, noch die kräftigen, statischen Übungen. Dass man durch mehr Muskelmasse langsamer wird, halte ich auch für falsch. Sicher, man ist natürlich schwerer, doch man benötigt die Muskeln, um den Körper überhaupt in Bewegung zu versetzen.
Außerdem haben die Muskeln noch andere Zwecke. Zum einen bieten sie Schutz. Man benötigt z.B. eine gute Haltemuskulatur im Rücken, damit beim Fallen die Wirbelsäule nicht beschädigt wird oder man hohe Sprünge abfedern kann. Oder man benötigt starke Bauchmuskeln, um einen Tritt in den Bauch aushalten zu können.
Zum anderen sind Muskeln wichtig für die anaerobe Ausdauer (Kurzzeitausdauer). Bei kurzer, intensiver Anstrengung kann die nötige Energie nicht wie sonst aus Sauerstoff gewonnen werden, sie wird direkt aus den Muskeln genommen. Je mehr Muskeln man hat, deto mehr Energie können sie bereitstellen.
Also meiner Meinung nach gehört Krafttraining mit zum Kampfsport. Und zwar sowohl das Training der dynamischen als auch der statischen Muskulatur und das Training mit (z.B. Hanteltraining) und ohne Gewichte (z.B. Liegestütz oder Sit-Ups). Ich halte Krafttraining für unentbehlich, wenn man ein guter Kampfsportler sein will.
Auch ich betreibe, neben dem eigentlichen Training, Krafttraining. Seitdem sind meine Techniken kräftiger und schneller, meine Sprünge höher und meine ganze Körperbeherrschung sicherer geworden. Ich kann es allen nur empfehlen und der Erfolg, den man dabei macht, ist auch sichtbar!

Die Techniken werden durch Krafttraining kräftiger und schnellerSichtbarer Erfolg durch Krafttraining

Wettkampfregeln Formen

Der Formenwettkampf (koreanisch Poomse) ist ein Technikwettkampf. Man läuft eine Form, die von den Kampfrichtern bewertet wird.
Um die Wettkampffläche herum sitzen zwischen fünf und sieben Punktrichter. Nach der Präsentation einer Form geben sie zwei Noten ab, ene Technikwertung und eine Präsentationswertung. Beide werden addiert und ergeben die Gesamtnote. Sie liegen beide zwischen 2,0 und 5,0, wobei 2,0 die schlechteste und 5,0 die beste Wertung ist. Somit liegt die Gesamtnote zwischen 4,0 und 10,0. Alle Kampfrichter geben nacheinander und unabhängig voneinander ihre Wertungen ab. Dann wird die höchste und die niedrigste Note gestrichen (um Ausreißer zu vermeiden). Die übrigen Noten werden addiert, dies ist die Endnote.
Der Starter mit der höchsten Punktzahl gewinnt. Es werden drei Durchgänge gelaufen. In Runde 1 laufen alle Starter, in Runde 2 nur die besten zehn und im Finale nur die besten fünf. Wer hier die höchste Punktzahl erreicht, gewinnt. Sind in einer Klasse weniger als zehn Starter, entfällt die 1. Runde, sind es weniger als fünf Starter wird nur das Finale gelaufen.
Die Starterklassen setzen sich nach Gurtgrad (Leistungsklassen) und Alter (Wettbewerb) zusammen. Sie sehen wie folgt aus:
WettbewerbAlterLK 1LK 2LK 3
Jugend D Bis 10 JahreAb 1. Kup4. – 2. Kup8. – 5. Kup
Jugend C 11 – 13Ab 1. Kup4. – 2. Kup8. – 5. Kup
Jugend B 14 – 15Ab 1. Kup4. – 2. Kup8. – 5. Kup
Jugend A 15 – 18Ab 1. Dan4. – 1. Kup8. – 5. Kup
Senioren 1 19 – 30Ab 1. Dan4. – 1. Kup8. – 5. Kup
Senioren 2 31 – 40Ab 1. Dan4. – 1. Kup8. – 5. Kup
Master 141 – 50Ab 1. Dan4. – 1. Kup8. – 5. Kup
Master 2Ab 51 JahreAb 1. Dan4. – 1. Kup8. – 5. Kup

Jede Starterklasse hat ein anderes Formenprogramm, das gezeigt werden muss. Es sieht wie folgt aus:

Leistungsklasse 1 (ab 1. Dan)
KlassePflichtbereich 1Pflichtbereich 2
Jugend D, C, B, ATaeguk 4, 5, 6, 7Taeguk 8, Koryo, Kumgang, Taebaek
Senioren 1 und 2Taeguk 6, 7, 8, KoryoKumgang, Taebaek, Pyongwon, Sipjin
Master 1Taeguk 8, Koryo, Kumgang, TaebaekPyongwon, Sipjin, Jitae, Chonkwon
Master 2Taeguk 8, Koryo, Kumgang, TaebaekPyongwon, Sipjin, Jitae, Hansu

Leistungsklasse 2
KlassePflichtbereich 1Pflichtbereich 2
Alle KlassenTaeguk 4Taeguk 5, 6, 7

Leitungsklasse 3
Klasse1. Runde2. Runde3. Runde
Alle KlassenTaeguk 1Taeguk 2Taeguk 2 und 3

In der 1. Runde laufen alle Starter die gleiche Form, sie wird aus dem Pflichtbereich 1 ausgelost. In der zweiten Runde laufen die Verbliebenen eine ausgeloste Form aus dem Pflichtbereich 2. Im Finale werden zwei Formen direkt hintereinander gelaufen. Diese kann man aus den verbleibenden Formen des Pflichtbereiches 2 wählen, keine Form darf doppelt gelaufen werden.
Haben zwei Sportler Punktegleichstand, gibt es ein Stechen. Beide Läufer laufen dieselbe ausgeloste Form hintereinander. Dann entscheiden sich die Punktrichter nur für Sportler 1 oder Sportler 2. Derjenige mit den meisten Stimmen hat das Stechen gewonnen.
Der Formenwettkampf wird immer populärer. Seit einigen Jahren wird der Formenstil auf der ganzen Welt angepasst, mit dem Ziel eine Weltmeisterschaft ausrichten zu können. Die erste Weltmeisterschaft fand 2006 in Seoul/Korea statt. Die zweite fand 2007 in Incheon/Korea statt.

Liste der Formen:
FormBedeutung
1.     Taeguk Il-jang
2.     Taeguk I-jang
3.     Taeguk Sam-jang
4.     Taeguk Sa-jang
5.     Taeguk Oh-jang
6.     Taeguk Yuk-jang
7.     Taeguk Chil-jang
8.     Taeguk Pal-jang
9.     Koryo
10.Kumgang
11.Taebaek
12.Pyongwon
13.Sipjin
14.Jitae
15. Chonkwon
16. Hansu
17.Ilyo
Himmel und Licht
Fröhlichkeit
Feuer
Donner und Blitz
Wind
Wasser
Gipfel
Erde
Gelehrsamkeit / Korea
Berg / Diamant
Staatsgründung Koreas
Ebene
Zehn
Erde
Himmel
Wasser
Einheit

Wettkampfregeln Kampf

Beim Taekwondo-Wettkampf stehen sich zwei Gegener im Zweikampf gegenüber. Ziel ist es, den Gegner zu besiegen. Dabei trägt man als Schutzausrüstung eine Kampfweste, Koppfschutz, Tiefschutz, Unterarm-, Schienbein-, und Handschützer.
Ziel ist es, den Gegner mit einem kräftigen Treffer auf die Weste oder zum Kopf zu treffen. Auf die Weste darf mit allen Teilen des Fußes, unterhalb des Knöchels, und mit der Faust getroffen werden. Zum Kopf darf nur getreten werden. Landet man einen kräftigen Treffer auf die Weste, bekommt man einen Punkt, bei einem Treffer am Kopf zwei Punkte. Landet man einen Wirkungstreffer, d.h. der Gegner wird angezählt, erhält man einen Extrapunkt.
Ein Kampf geht über drei Runden. Bei den Erwachsenen beträgt die Rundenlänge 2 Minuten, bei den Kinder 1,5 Minuten. Die Pause zwischen den Runden dauert 30 Sekunden.
Gewonnen hat, wer nach drei Runden die meisten Punkte erzielt hat, sich sieben Punkte Vorsprung erkämpft (Überlegenheitsregel) oder zuerst zwölf Punkte erreicht (technischer KO). Zudem gewinnt man, wenn der Gegner KO geht, das Handtuch wirft oder disqualifiziert wird.
Disqualifiziert wird man, wenn man vier Minuspunkte erhalten hat. Minuspunkte erhält man für Unsportliches Verhalten, z.B. Klammern, Werfen, Schubsen, Schlagen unter die Gürtellinie usw. Dafür bekommt man zunächst eine Verwarnung, zwei Verwarnungen werden zu einem Minuspunkt.
Die Kampffläche hat eine Größe von 10 x 10 Metern, sie ist nach außen hin offen und nicht begrenzt, sie darf aber nicht verlassen werden.
Um die Kampffläche herum sitzen die vier Punktrichter. Sie haben ein Gerät, mit dem sie für Kämpfer blau oder für Kämpfer rot drücken können. Erkennen sie einen Punkt drücken sie. Wenn drei von vier Punktrichtern innerhalb von einer halben Sekunde drücken, wird der Punkt gezählt. Auf der Kampffläche befindet sich der Kampfleiter. Er startet, unterbricht und beendet den Kampf und verteilt die Verwarnungen und Minuspunkte.
Steht es nach drei gekämpften Runden unentschieden, wird eine vierte Runde gekämpft. Es gewinnt der, der den ersten Punkt macht (Sudden Death).
Es gibt verschiedene Starterklassen. Sie werden nach Alter, Gurtgrad und Gewicht eingeteilt. Die Gewichtsklassen für die Senioren (ab 18 Jahren) ergeben sich wie folgt:
BezeichnungHerrenHerren olympischDamenDamen olympisch
Nadelgewicht- 54 - 47 
Fliegengewicht54 – 58- 5847 – 51- 49
Bantamgewicht58 – 62 51 – 55 
Federgewicht62 – 6758 – 6855 – 5949 – 57
Leichtgewicht67 – 72 59 – 63 
Weltergewicht72 – 7868 – 8063 – 6757 – 67
Mittelgewicht78 – 84 67 – 72 
Schwergewicht+ 84+ 80+ 72+ 67

Bei den Kindern und Jugendlichen ergeben sich folgende Klassen:
Jugend C männlich/weiblich (9 - 11 Jahre): -28 / -30 / -32 / -35 / -38 / -41 / -45 / -49 / -53 / -57 / +57 kg
Jugend B weiblich (12 - 14 Jahre): -29 / –33 / -37 / -41 / -44 / -47 / -51 / -55 / -59 / +59 kg
Jugend B männlich (12 - 14 Jahre): -33 / -37 / -41 / -45 / -49 / -53 / -57 / -61 / - 65 / +65 kg
Jugend A weiblich (14 - 18 Jahre):  -42 / -44 / -46 / -49 / -52 / -55 / -59 / -63 / -68 / +68 kg
Jugend A männlich (14 - 18 ahre): -45 / -48 / -51 / -55 / -59 / -63 / -68 / -73 / -78 / +78 kg

Wichtige Begriffe im Wettkampf:
Charyot
Kyongne
Junbi
Sijak
Kallyo
Kyesok
Tscha-u-jang-u
Kyongo
Kuman
Sigan
Hong song
Chong song
Kamjom hana
Achtunsstellung (Moa-sogi)Verbeugen
Kampstellung einnehmen
Anfangen
Trennen
Weiterkämpfen
Drehen
Verwarnung
Ende
Zeitstopp
Sieg für Rot
Sieg für Blau
Ein Minuspunkt

















Der Taekwondo-Wettkampf ist seit 2000 olympisch und somit vom IOC anerkannt. Damit hat Taekwondo das geschafft, was vielen anderen Sportarten nicht gelang. Bald soll die elektronische Weste eingeführt werden, wodurch der Kampf vollkommen objektiv wird, da die Punktevergabe elektronisch und nicht durch Kampfrichetr erfolgt. Diese revolutionäre Neuerung wird das Taekwondo noch weiter vorantreiben.

Prüfungsinhalte 9. - 5. Kup

Prüfungsinhalte für den 9. Kup


(weiß-gelber Gürtel)


 


Vorbereitungszeit: 4 Monate (mindestens 45 TE)


 


1.  Grundschule:

 

1.1            Fußtechniken:

 


1.2            Hand-/Armtechniken:


 




1.3     Stellungen:




 


- Ap-chagi

- Ap-cha-olligi


- Arae-makki

- Momtong-makki

- Olgul-makki

- Momtong-jirugi


- Ap-gubi

- Ap-sogi

- Moa-sogi

- Pyonhi-sogi

- Junbi-sogi

2. Form:                                       

 

3. Partnerübungen:                    

Hanbon-kyorugi 1 - 2

4. Selbstverteidigung:               

Fallübungen

Rollen

5. Kampftechniken:                  

- Wettkampfstellung

- Paldung-chagi

Bekannte Techniken an der Pratze ausführen

6. Bruchtest:                             

 

7. Theorie:                                 


- Bezeichnung aller bisher erlernten Techniken

- Zählen von 1 - 5

- Verhalten im Dojang

 




Prüfungsinhalte für den 8. Kup


(gelber Gürtel)


 


Vorbereitungszeit: 4 Monate (mindestens 45 TE)


 


1.  Grundschule:

1.1            Fußtechniken:


1.2            Hand-/Armtechniken:

 


1.3     Stellungen:

 

 


- Dubon-jirugi

- An-palmok-makki


 

2. Form:                                       

Kreuzform

3. Partnerübungen:                    

Hanbon-kyorugi 1 - 4 

4. Selbstverteidigung:               

Fallübungen

Rollen

5. Kampftechniken:                  

- Bekannte Techniken an der Pratze ausführen

6. Bruchtest:                             

 

7. Theorie:                                 


- Bezeichnung aller bisher erlernten Techniken

- Zählen von 1 – 10

- Verhalten im Dojang

 




Prüfungsinhalte für den 7. Kup


(gelb-grüner Gürtel)


 


Vorbereitungszeit: 4 Monate (mindestens 45 TE)

 

 


1.  Grundschule:


1.1            Fußtechniken:


 


1.2            Hand-/Armtechniken:


 


 


 


1.3     Stellungen:

 


- Yop-chagi

- Naeryo-chagi

- Dolyo-chagi


- Han-sonnal-makki

- Bakkat-palmok-godoro-makki

- Han-sonnal-mokchigi


- Dwit-gubi

- Jushum-sogi

- Hakdari-sogi

2. Form:                                       


Taeguk Il-jang

(Bedeutung: Himmel und Licht)

3. Partnerübungen:                    

Hanbon-kyorugi 5 - 10

4. Selbstverteidigung:               


Handgeben

Armfassen

5. Kampftechniken:                  


- Miro-chagi (Push-kick)

- Naeryo-chagi

- Bekannte Techniken an der Pratze ausführen

6. Bruchtest:                             

 

7. Theorie:                                 

- Bezeichnung aller bisher erlernten Techniken

 




Prüfungsinhalte für den 6. Kup


(grüner Gürtel)


 


Vorbereitungszeit: 4 Monate (mindestens 45 TE)


 


1.  Grundschule:


1.1            Fußtechniken:


 


1.2            Hand-/Armtechniken:


 


1.3     Stellungen:

 


- Momdolyo-yop-chagi

- Twio-ap-chagi

- Nobi-ap-chagi


- Batangson-chigi

- Palkup-yop-chigi


2. Form:                                       


Taeguk I-jang
(Bedeutung: Heiterkeit)

3. Partnerübungen:                    

Hanbon-kyorugi 11 - 16

4. Selbstverteidigung:               


- Gürtelfassen

- Reversfassen

5. Kampftechniken:                  


- Dwit-chagi

- Bekannte Techniken an der Pratze ausführen

- Angriffs- und Konterübungen

6. Bruchtest:                             

 

7. Theorie:                                 


- Bezeichnung aller bisher erlernten Techniken

- Prinzip der Kontertechnik

 




Prüfungsinhalte für den 5. Kup


(grün-blauer Gürtel)


 


Vorbereitungszeit: 4 Monate (mindestens 45 TE)


 


1.  Grundschule:

1.1            Fußtechniken:


 

1.2            Hand-/Armtechniken:


1.3     Stellungen:


- Twio-yop-chagi

- Sewo-chagi


- Bakkat-palmok-yop-makki


 

2.  Form:                                        

Taeguk Sam-jang

(Bedeutung Feuer)

3. Partnerübungen:                    

Hanbon-kyorugi 17 - 22

4. Selbstverteidigung:               

Klammern

5. Kampftechniken:                  


- Bekannte Techniken an der Pratze ausführen

- Angriffs- und Konterübungen

- Freikampf ohne Kontakt

6. Bruchtest:                             

 

7. Theorie:                                 

- Bezeichnung aller bisher erlernten Techniken










Prüfungsinhalte 4. - 1. Kup

Prüfungsinhalte für den 4. Kup


(blauer Gürtel)


 


Vorbereitungszeit: 4 Monate (mindestens 45 TE)


 

1.  Grundschule:

1.1            Fußtechniken:

 


1.2            Hand-/Armtechniken:


 

 



1.3            Stellungen:


- Twio-momdolyo-yop-chagi

- Momdolyo-huryo-chagi        

 

- Sonnal-jebipum-mokchigi    

- Dung-jumok-ape-chigi          

- Sonnal-makki                 

- Sonkut-jirugi                      

- Nullo-makki                          

- Sonnal-bakkat-chigi                       

2.Form:                                       


Taeguk-sa-jang                                              (Bedeutung: Donner)

3.  Partnerübungen:                    

Hanbon kyorugi frei

4.  Selbstverteidigung:               


Verteidigung gegen zwei Gegner mit Anwendung aller bisher erlernten Techniken

5.  Kampftechniken:                  


- Dwit-momdolyo-chagi

- Bekannte Techniken an der Pratze ausführen

- Freikampf mit Weste

6.  Bruchtest:                             


Ap-chagi  oder Naeryo-chagi oder

Sonnal-bakkat-chigi

7.  Theorie:                                 


Notwehrrecht, Bezeichnungen aller bisher erlernten Techniken

 


 


Prüfungsinhalte für den 3. Kup


(blau-roter Gürtel)


 


Vorbereitungszeit: 4 Monate (mindestens 45 TE)


 

1.  Grundschule:


1.1            Fußtechniken:



1.2            Hand-/Armtechniken:


 

 


1.3            Stellungen:

 


- Twio-dolyo-chagi    

- Dubaldangson-ap-chagi      


- Mejumok-naeryo-chigi        

- Palkup-pyojok-chigi            

- Palkup-dolyo-chigi         

- Koa-sogi                                               

2. Form:                                        

Taeguk-oh-jang

(Bedeutung: Wind)

3.Partnerübungen:                    

Hanbon kyorugi frei

4.Selbstverteidigung:               


Verteidigung gegen zwei Gegner mit Anwendung aller bisher erlernten Techniken

5.Kampftechniken:                  


Bekannte Techniken an der Pratze ausführen

Freikampf mit Weste

6. Bruchtest:                             

Dolyo-chagi oder Yop-chagi oder Momtong-jirugi

7.Theorie:                                 


Notwehrrecht, Bezeichnungen aller bisher erlernten Techniken

 


 


Prüfungsinhalte für den 2. Kup


(roter Gürtel)


 


Vorbereitungszeit: 4 Monate (mindestens 45 TE)


 

1.  Grundschule:


1.1            Fußtechniken:


1.2            Hand-/Armtechniken:




1.3            Stellungen:





- Arae-hechyo-makki              

- Jebipum-han-sonnal-makki   

- Batangson-momtong-makki 


 

2.Form:                                       


Taeguk-yuk-jang                                                         (Bedeutung: Wasser)                                                  

3.Partnerübungen:                    


Hanbon kyorugi frei                                                       

4.Selbstverteidigung:               


Abwehr gegen Angriffe mit Stock und Messer                                                    

Verteidigung gegen zwei Gegner mit Anwendung aller bisher erlernten Techniken

5.Kampftechniken:                  


Bekannte Techniken an der Pratze ausführen                                                          Freikampf mit taktischen Aufgabenstellungen

6.Bruchtest:                             


Es müssen zwei dieser Techniken gezeigt werden:                                               

Baro-jirugi oder

Sonnal-bakkat-chigi 

Dolyo-chagi oder

Momdolyo-yop-chagi oder

Dwit-chagi oder 

Twio-yop-chagi        

7.Theorie:                                 


Wettkampfregeln (Poomse und Kampf)                                                        Bezeichnungen aller bisher erlernten Techniken

 


 


Prüfungsinhalte für den 1. Kup


(rot-schwarzer Gürtel)


 


Vorbereitungszeit: 4 Monate (mindestens 45 TE)


 

1.  Grundschule:

1.1            Fußtechniken:




1.2            Hand-/Armtechniken:


 


 

 


1.3            Stellungen:

 


- Murup-chagi                        

- Pyojok-chagi                        

 


- Otgoro-arae-makki              

- Gawi-makki                         

- Momtong-hechyo-makki     

- Du-jumok-jechyo-jirugi        

- Dung-jumok-bakkat-chigi    

- Sonnal-dung-chigi              


- Bom-sogi                            

2.Form:                                       


Taeguk-chil-jang                                                         (Bedeutung: Berg)

3.Partnerübungen:                    


Hanbon kyorugi frei                                                       

4.Selbstverteidigung:               


Abwehr gegen Angriffe mit Stock und Messer                                                         Verteidigung gegen zwei Gegner mit Anwendung aller bisher erlernten Techniken

5.Kampftechniken:                  


Bekannte Techniken an der Pratze ausführen                                                          Freikampf mit taktischen Aufgabenstellungen

6.  Bruchtest:                              


Es müssen zwei dieser Techniken gezeigt werden: 

Baro-jirugi oder

Sonnal-dung-chigi

Momdolyo-huryo-chagi oder

Twio-dwit-chagi oder

twio-dolyo-chagi                                                          

7.Theorie:                                 


Wettkampfregeln (Poomse und Kampf)                                                        Bezeichnungen aller bisher erlernten Techniken